Hersteller Beschreibung:
Der Rabe gilt in vielen Kulturen als Symbol für Klugheit, Weisheit und Intelligenz -Eigenschaften, die man uns Pfeifenrauchern gern nachsagt.
Eine "sophisticated" Mixture in englischer Tradition: Virginia, Orient und Latakia in fein abgestimmten Verhältnis, das alle Geschmacksnuancen von weich und süßlich bis würzig-herb optimal zur Geltung bringt. Der recht langfaserige Schnitt fördert einen gleichmäßig langsamen Abbrand mit sanftem Rauch. Ein einzigartiger Genuss!
Beschreibung des Tabakbilds:
Die zugegeben sehr repräsentative Scharnierdeckeldose der Serie ist schwarz, groß und rechteckig. Der darin befindliche Beutel ist aluverkleidet, zugeschweißt und mit dem Siegel der Stadt Lauenburg verschlossen. Da diese Verpackung, wenn sie einmal geöffnet wurde, nicht mehr luftdicht ist, sollte man den Raven zur längeren Aufbewahrung umfüllen. Der setzt sich zu gleichen Teilen aus krausen hell- und mittelbraunen Fasern zusammen, die länger geschnitten sind. Darunter mischen sich kürzere, schwarzbraune Fasern. Charakteristisch für einen latakiahaltigen Tabak ist der Geruch nach Herbstlaub, rauchig, erdig und süßlich. Übermäßig feucht wirkt der Raven zwar nicht, wenn man die Fasern zwischen den Fingern auflockert, tatsächlich ist es jedoch ratsam, den Tabak eine Weile trocknen zu lassen, bevor man ihn in die Pfeife gibt.
Das Stopfen:
Die langen Fasern des Raven sollten in eine nicht zu kleine Pfeife gegeben werden. Dabei unten locker beginnen und nach oben hin sanft fester werden, ist eine bewährte Methode, die sich auch für den Raven empfiehlt.
Das Anzünden:
Trotz Vortrocknen kann man mehrere Flammen benötigen, bis der Raven brennt. Zwischendurch sollte man die Oberfläche mit dem Stopfer sanft glätten, bevor man wieder Feuer gibt. Nach zwei, drei Malen glimmt dann die Oberfläche gleichmäßig.
Raucheigenschaften:
Der Raven lässt sich leicht kühl halten, wie es für Mischungen mit orientalischen Tabaken üblich ist. Tatsächlich bietet die Mischung beide Richtungen, die ein typischer "Engländer" einschlagen kann: Raven ist sowohl herb-würzig als auch ätherisch, an Weihrauch erinnernd. Zur dunklen Mischung passend ist er etwas kräftiger. Abgerundet wird das durch etwas, hinter dem man ein Aroma vermuten könnte. Der Hersteller führt kein solches in seiner Beschreibung, aber tatsächlich meint man, ganz im Hintergrund eine feine Süße wahrzunehmen. Man fühlt sich an Orangen erinnert. Nach einem unkomplizierten Abbrand bleibt nur etwas helle, flockige Asche zurück. Das gestaltet die Reinigung sehr einfach.
Raumnote:
Wie für latakiahaltige Tabake üblich, sollte man den Raven in Gesellschaft Gleichgesinnter oder an der frischen Luft rauchen.
Gesamtbewertung:
Der langfaserige Schnitt des Raven erfordert etwas Aufmerksamkeit in der Vorbereitung. Brennt er jedoch einmal, kann man ohne weitere Ablenkungen einem spannenden Aromenspiel folgen. Kühl geraucht zeigen sich kräftige Aromen von herber Würze zugleich mit den luftigen Weihrauchnoten, die man ebenfalls englischen Mischungen zuschreibt. Interessant ist eine hintergründige Süße, die man mit Orangen assoziieren kann. Ein Aroma erwähnt der Hersteller zwar nicht, doch kann man diesen Eindruck gewinnen. Und gerade dem hinterherzuspüren macht den Raven spannend. Nicht gänzlich unerfahren im Umgang mit englischen Mischungen zu sein, ist zwar von Vorteil, man muss jedoch kein Experte sein, um diesem Tabak etwas abzugewinnen. Versuch macht klug – ganz schön sophisticated, oder?
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mit freundlicher Unterstützung von Dennis Hübel