Hersteller Beschreibung:
Vier verschiedene Virginia-Provenienzen und ein Anteil eines zart-herben Orienttabaks werden gemeinsam unter Zusatz eines traditionellen dezent fruchtigen Feigen-Casings in der Presse fermentiert und anschließend zur Reife gelagert. Ein klassisch inspirierter Flake, langsam glimmend mit kühlem Rauch und sanft-süßem Geschmack.
Beschreibung des Tabakbilds:
Der Flake Number 2 ist in einer runden Dose verpackt und in eine Papierrosette eingeschlagen. Hebt man das Deckblatt, zeigt sich ein hellbrauner Flake, durch den sich eine mittelbraune Marmorierung und hellgelbe Einschlüsse ziehen. Restfeuchte ist kaum vorhanden, dennoch verströmt der Flake Number 2 einen leicht alkoholischen, süßlichen Duft, der an Trockenfrüchte erinnert. Aufgrund seiner Konsistenz kann der Flake unmittelbar nach dem Öffnen der Dose gestopft werden.
Das Stopfen:
Da der Flake Number 2 nur wenig Restfeuchte enthält, kann man ihn kaum in der klassischen Weise, geknickt und gefaltet, in die Pfeife bringen. Es ist leichter, ihn zerkleinert als Ready Rubbed in der gewünschten Feinheit zu stopfen. Dafür sollte man die Pfeife nicht zu klein wählen, unten locker beginnen und nach oben hin sanft fester andrücken.
Das Anzünden:
Hier gerät die trockene Konsistenz des Flake Number 2 zum Vorteil. Die Fasern nehmen die Flamme rasch an. Glättet man dann die Oberfläche leicht mit dem Stopfer, kann man die Füllung mit einer zweiten Flamme gleichmäßig anzünden.
Raucheigenschaften:
Im Rauch zeigt sich der Flake Number 2 für einen aromatisierten Tabak überraschend rauchig. Auch Aromen von Heu und Holz sind wahrzunehmen. Zu entscheiden, ob diese vom Virginia oder Orient herrühren, ist nicht einfach. Man hat es hier mit einer grundwürzigen Mischung zu tun. Bemüht man sich, den Tabak ruhig zu rauchen, so kann man im Hintergrund etwas Blumiges vernehmen, das vage an irische Mischungen erinnert. Hinzu gesellt sich das verwendete Aroma, bei dem man an Feigenkekse denken kann. Beides durchzieht den Rauchverlauf gleichmäßig und anhaltend, ohne sich je in den Vordergrund zu drängen. Zwischendurch mag es notwendig werden, noch einmal Feuer zu geben, darunter leidet der Geschmack jedoch nicht. Am Ende gestaltet das Bisschen zurückbleibende helle, flockige Asche die Reinigung sehr einfach.
Raumnote:
Der Gehalt an Orienttabak macht sich im Raum zwar nicht übermäßig bemerkbar, doch handelt es sich beim Flake Number 2 um einen nur leicht aromatisierten Tabak, was man auch riechen kann. Rücksicht auf Nichtraucher empfiehlt sich deshalb.
Gesamtbewertung:
Der Flake Number 2 ist ein heller Flake mit etwas dunklerer Marmorierung. Sein Trockenobstduft stammt vom verwendeten Aroma. Dieses ist jedoch so dezent eingesetzt, dass die Grundtabake die Hauptrolle spielen. Neben virginiatypischem Heu, sind auch Noten von Holz wahrzunehmen, die sich zu einer rauchigen Würze verbinden. Dezent schwingt etwas Irisch-Blumiges und an Feigenkekse erinnerndes im Rauch mit. Zwar muss man den Flake Number 2 gelegentlich nachfeuern, doch macht er insgesamt nicht viel Arbeit. Man kann ihn recht gut nebenbei rauchen, wenn man etwas Acht gibt. Die ungewöhnliche Kombination der sanften Aromatisierung mit den kräftigen Grundtabaken kann sicher auch solche Raucher überzeugen, die sonst eher einen Bogen um aromatisierte Tabake machen.
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mit freundlicher Unterstützung von Dennis Hübel